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vorheriges Themanächstes Thema Thema: Gedanken zur Familiengründung..., eröffnet am 6.2.2016, um 21.23 Uhr
neutral Freddy25
User
am 6.2.2016,
um 21.23 Uhr
Hallo,

ich bin in einer Facebookgruppe auf den Link von dieser Beratungsstelle gestoßen und hoffe, dass ich hier einige Sachen ein bisschen klarer kriege.

Ich bin Maja, 26 und arbeite in einer Einrichtung für behinderte Kinder und Jugendliche.

Seit vier Jahren lebe ich mit meiner Partnerin zusammen und letztes Jahr haben wir geheiratet. Grundsätzlich sind wir glücklich.

Dreh- und Angelpunkt aller Streits und Probleme ist das Thema Familiengründung. Wir sind uns sehr einig, dass wir ein Baby wollen. Aber schon für das "wie" haben wir viiiiele Stunden Diskussion und Streit gebraucht. Am Ende haben wir - glaube ich - einen Weg gefunden mit dem wir beide leben können...meistens.

Wir haben uns auch entschieden wer das Baby austragen soll. Und da fängt mein größtes Problem an. Mein Kopf weiß, dass es in jede Hinsicht die beste Lösung ist, wenn meine Frau das Kind austrägt - aber es macht mir gleichzeitig wahnsinnige Angst. Und es schmerzt mich, nicht leibliche Mutter zu werden. Tausend wirre Gedanken schwirren durch meinen Kopf...

Vielleicht kann mir hier ja jemand beim Sortieren helfen?

Liebe Grüße und danke

Maja
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lächeln Michi
Berater_in
am 7.2.2016,
um 13.46 Uhr
Hallo Maja,

schön von dir zu lesen! Mein Name ist Michi und ich möchte dich hier gerne beraten.

Du hast dich mit deiner Partnerin entschlossen, eine Familie zu gründen und in den meisten Fragen seid ihr euch auch einig, wie du schreibst. Dennoch hast du das Gefühl, dass einige Dinge für dich noch nicht geklärt sind und du bist entsprechend verwirrt.

Nun hast du schon geschrieben, du wünschst dir Unterstützung beim Sortieren. Woran würdest du merken, dass du sortierter bist?

Was wäre ein gutes Ergebnis für dich? Stell dir mal vor, unsere Beratung ist zu Ende: was brauchst du, um sagen zu können „Das hat mir geholfen.“?

Ich bin schon sehr gespannt auf deine Antwort.

Einen schönen Sonntag noch!
Michi
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Michi
Berater_in
QueerQuestions
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neutral Freddy25
User
am 8.2.2016,
um 11.29 Uhr
Hallo Michi,

danke für deine Antwort.

"Verwirrt" ist vielleicht nicht unbedingt der richtige Ausdruck. Es ist glaub ich eher mit "unsicher" und "ängstlich" zu beschreiben...

Nun hast du schon geschrieben, du wünschst dir Unterstützung beim Sortieren. Woran würdest du merken, dass du sortierter bist?

Was wäre ein gutes Ergebnis für dich? Stell dir mal vor, unsere Beratung ist zu Ende: was brauchst du, um sagen zu können „Das hat mir geholfen.“?


Ich würde merken, dass ich sortierter wäre, wenn nicht, jedes mal wenn das Thema Kinderwunsch auftritt ein schlechtes Gefühl bekäme. Oder wenn ich weniger darüber nachdenken könnte, was alles passieren könnte wenn wir ein Kind bekämen und ich nicht die leibliche Mutter wäre. Gedanken wie "was passiert bei einer möglichen Trennung?" oder so würden dann einfach keinen so großen Raum einnehmen in mir. Wenn ich dahingehend sortierter wäre, dann würde ich mich vielleicht einfach freuen, wenn meine Frau schwanger wird, ohne dieses ganze Gedankenkarussell. Ich könnte emotional hinter der Entscheidung des Verstands stehen... *seufz*

Ich glaub die zweite Frage ist damit auch schon beantwortet. Den oben beschriebenen Zustand zu erreichen, das wäre ein gutes Ergebnis für mich.
Und insgesamt tut es gut, einfach darüber zu schreiben, es mal loszuwerden. Weil es schwierig ist, mit meiner Frau darüber zu sprechen ohne dass sie es als Misstrauensvotum auffasst. Oder als Zeichen mangelnder Liebe....

Liebe Grüße
Maja
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neutral Michi
Berater_in
am 8.2.2016,
um 19.26 Uhr
Hallo Maja,

vielen Dank für deine Richtigstellung: für dich passen „unsicher“ und „ängstlich“ gut, um deinen aktuellen Gefühlszustand zu beschreiben. Was wäre denn statt dieser Gefühle gut? Welche Worte könnten das Gefühl beschreiben, wenn du „sortierter“ bist und dadurch zufriedener?

Gut, wenn du sortierter wärst, wären deine Gedanken und Gefühle anders: du würdest dich über eure Planungen freuen und mögliche Zweifel besser in den Hintergrund stellen können. Hab ich das richtig verstanden?
Was wäre nun gut für dich, in dieser Beratung zu besprechen? Über was sollten wir bestenfalls schreiben, das dich auf dem Weg zu deinem Wunschgefühl voranbringt? Möchtest du zu Beginn noch mehr darüber berichten, welche Themen bei dir noch dieses „Gedankenkarussel“ auslösen?

Du hast zum Abschluss noch geschrieben, dass es gerade nicht leicht ist, mit deiner Frau über deine Gedanken und Gefühle zum Thema Kinderwunsch zu sprechen. Wenn ich sie fragen könnte, wie sie deinen aktuellen Zustand beschreiben würde, was würde sie sagen? Wie würdest du umgekehrt ihren Zustand beschreiben?

Noch eine organisatorische Sache: ich versuche dir sobald wie möglich zu antworten, spätestens aber nach drei Tagen. Ist das okay für dich?

Ganz herzliche Grüße
Michi
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Michi
Berater_in
QueerQuestions
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neutral Freddy25
User
am 9.2.2016,
um 11.10 Uhr
Hallo Michi,

Was wäre denn statt dieser Gefühle gut? Welche Worte könnten das Gefühl beschreiben, wenn du „sortierter“ bist und dadurch zufriedener?
Ich denke die Worte "zuversichtlich" und "ruhig" wären Worte, die beschreiben könnten, wenn ich sortierter wäre. Wobei ich ruhig eher als "innere Ruhe" oder "in mir ruhend" beschreiben würde - nicht unbedingt ruhig im Sinne von still.

Gut, wenn du sortierter wärst, wären deine Gedanken und Gefühle anders: du würdest dich über eure Planungen freuen und mögliche Zweifel besser in den Hintergrund stellen können. Hab ich das richtig verstanden?

Ja! Beziehungsweise - ich hätte gern weniger Zweifel. Also nicht nur, dass sie im Hintergrund sind, sondern eben einfach auch weniger.

Was wäre nun gut für dich, in dieser Beratung zu besprechen? Über was sollten wir bestenfalls schreiben, das dich auf dem Weg zu deinem Wunschgefühl voranbringt?

Das ist eine ziemlich schwierige Frage... Wenn ich eine Idee dazu hätte, hätte ich die dann nicht im Zweifelsfall schon längst umgesetzt? Ich kann insgesamt schwer einschätzen, welche Sorgen zu dem Thema irrational sind... und ob vielleicht jede "Co-Mutter" (ich hasse das Wort, aber es ist das, was von anderen oft als Bezeichnung benutzt wird für die nicht leibliche Mutter eines Kindes.) genau diese Sorgen hat. Ich frage mich, ob es normal ist, dass man in der Phase, in der man die Familie plant auch über mögliche Trennung nachdenkt... Obwohl dieses Thema so abwegig ist wie es eben nur sein kann: wenn es um das Kinderthema geht frage ich mich immer, wem wohl das Kind zugesprochen werden würde und komme oft zum Schluss, dass es vermutlich egal wäre, wer dann am Ende tatsächlich die bessere Bindung zum Kind haben würde - ein gemeinsamer Gen-Pool wiegt glaub ich mehr.
Und dann das Thema Bindung - was, wenn das einfach nicht klappt? Wenn ich mich noch so sehr anstrenge, aber ich immer irgendwie außen vor sein werde? Was wenn das Kind mir irgendwann entgegenschleudert: "Du bist ja gar nicht meine Mama!"
Ich denke über die Demütigende Stiefkindadoption nach, ärgere mich, dass Jugendämter Hausbesuche machen, dass ich denen ein Gesundheitszeugnis vorlegen muss um offiziell Mama meines Wunschkindes zu werden. Ich könnte wirklich heulen bei dem Gedanken.
Wird es später so sein, wie bei uns zuhause früher? Dass ich als Arbeitende der Familie so spät komme, dass das Kind schon im Bett ist?
Ich merke jetzt bei meinem Neffen, der ja leiblich mit mir verwandt ist und das ein oder andere von mir hat und mir sogar sehr ähnlich sieht, wie wichtig dieses Gefühl ist. Was wenn das Kind aussieht wie unser Spender? Und ja, es erfüllt mein Herz mit Freude wenn ich daran denke meine Frau im Miniformat rumlaufen zu haben. Aber es tut auch weh, wenn ich daran denke, dass dieses Miniformat nicht mal meinen Mund oder meinen komischen Zeh haben wird.

Möchtest du zu Beginn noch mehr darüber berichten, welche Themen bei dir noch dieses „Gedankenkarussel“ auslösen?

Ich glaube das habe ich oben grade...

Du hast zum Abschluss noch geschrieben, dass es gerade nicht leicht ist, mit deiner Frau über deine Gedanken und Gefühle zum Thema Kinderwunsch zu sprechen. Wenn ich sie fragen könnte, wie sie deinen aktuellen Zustand beschreiben würde, was würde sie sagen? Wie würdest du umgekehrt ihren Zustand beschreiben?

Meine Frau würde mich vielleicht etwas nachdenklich empfinden aber das möglicherweise nicht mit dem Thema zusammenbringen, bzw wenn, dann eben eher damit, dass dieses Kinderthema eben eh belastend...
Sie ist manchmal besorgt darüber, dass es vielleicht nicht klappen könnte, aber meistens ist sie was das angeht eher zuversichtlich. Sie ist durch die Vorbereitungen der Spenden etc. etwas belasteter als ich und vielleicht ist es manchmal eher so, dass sie denkt "sei doch froh, dass du nicht jeden morgen deine Temperatur messen musst etc." Obwohl ich das natürlich nicht weiß, ob sie das denkt.

Noch eine organisatorische Sache: ich versuche dir sobald wie möglich zu antworten, spätestens aber nach drei Tagen. Ist das okay für dich?

Natürlich.

Liebe Grüße
Maja
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neutral Michi
Berater_in
am 10.2.2016,
um 17.45 Uhr
Hallo Maja,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

Du hast einige Themen angesprochen, die dich gerade umtreiben und dich davon abhalten, „zuversichtlich“ und „in dir ruhend“ zu sein: da ist das Thema Rolle(n), die Frage nach einer möglichen Trennung in der Zukunft, das Thema Bindung…

Was ich mich gerade noch frage: ist es für dich hilfreich, wenn wir inhaltlich über diese Themen sprechen? Wenn du möchtest, kann ich gerne auch inhaltlich dazu Stellung nehmen, aber ich kann mir vorstellen, dass das nicht bei jedem Thema passt oder du es als hilfreich empfindest. Was ich mir auch vorstellen könnte, ist die Frage, wie man mit Dingen umgeht, die man nicht so gut vorhersehen kann.
Was wäre hier für dich gut?

Du schreibst, deine Frau würde dich vielleicht als nachdenklich bezeichnen und das eventuell gar nicht mit dem Kinderwunsch verbinden. Du hast auch angesprochen, dass sie eher zuversichtlich ist, dass es klappen wird. Zuversicht finde ich ein gutes Stichwort und ich frage mich wie zuversichtlich ihr beiden seid, dass es nicht nur mit der Zeugung klappt, sondern auch mit euren Wünschen für die Zukunft als Familie. Wie zuversichtlich würdest du dich auf einer Skala von 1-10 einschätzen? Wie zuversichtlich ist wohl deine Frau?

Ich freu mich auf deine Antwort!

Viele Grüße
Michi
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Michi
Berater_in
QueerQuestions
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neutral Freddy25
User
am 11.2.2016,
um 11.53 Uhr
Hallo Michi,
Zitat aus der Nachricht von Michi: Was ich mich gerade noch frage: ist es für dich hilfreich, wenn wir inhaltlich über diese Themen sprechen? Wenn du möchtest, kann ich gerne auch inhaltlich dazu Stellung nehmen, aber ich kann mir vorstellen, dass das nicht bei jedem Thema passt oder du es als hilfreich empfindest.
Was ich mir auch vorstellen könnte, ist die Frage, wie man mit Dingen umgeht, die man nicht so gut vorhersehen kann.
Was wäre hier für dich gut?


Du hast recht - ein inhaltlicher Austausch wäre zwar durchaus interessant, aber vermutlich würde sich an meiner Situation wenig dadurch ändern. Zumal man sich in der Community ja durchaus austauscht über die inhaltlichen Themen.
Deine Frage bezüglich des Umgangs mit unvorhersehbaren Dingen klingt auf jeden Fall hilfreicher als jedes Thema inhaltlich anzugehen. Vielleicht ist das ja auch grade das, was die "Einzelfälle" unterscheidet.

Zitat aus der Nachricht von Michi: Wie zuversichtlich würdest du dich auf einer Skala von 1-10 einschätzen? Wie zuversichtlich ist wohl deine Frau?

Hm, schwierige Frage. Ich würde mich normalerweise zwischen 8 und 10 einschätzen - je nachdem ob ich grade den Müll rausgebracht habe oder nicht... Bei meiner Frau fällt mir die Antwort deutlich schwerer. Ich bin ein sehr ängstlicher Typ und interpretiere "Launen" von ihr möglicherweise schnell als Abweisung... Dann krieg ich Angst, dass es eher ne 3 ist... Aber wenn ich genau drüber nachdenke, läge sie sicher auch bei 8/9...

Liebe Grüße
Maja
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neutral Michi
Berater_in
am 14.2.2016,
um 12.25 Uhr
Hallo Maja,

ich finde es toll zu lesen, dass du doch so zuversichtlich in Bezug auf eure gemeinsame Zukunft bist und dass ihr euch da auch ziemlich einig zu sein scheint. Ich muss gestehen, aus dem, was du mir bisher geschrieben hast, hatte ich vermutet, dass deine Frau zuversichtlicher in die Zukunft blickt. Ich frage mich also: woher nimmst du die Zuversicht, auch wenn im Moment einige Dinge noch unklar sind?

Ich hab mir noch ein paar Gedanken zu deiner Beschreibung von Themen aus deiner vorletzten Antwort gemacht. Da steckt ganz viel von der Frage „Was mach ich, wenn…?“ drin. Dann habe ich mich gefragt, ob es das eigentlich ist, ob es nicht heißen müsste: „Was machen wir, wenn…?“ Schließlich ist es ein gemeinsamer Kinderwunsch – mit allem was damit zusammenhängt (?). Wie siehst du das?

Mein Eindruck ist, dass das noch einmal eine andere Sichtweise darstellt: die Frage, ob du dich „anders aufstellen“ musst, um mit bestimmten Dingen umzugehen oder ob es eine gemeinsame Frage ist, die auch gemeinsam geklärt werden kann. Da bin ich nun sehr gespannt darauf, wie du dazu stehst.

Viele Grüße und einen schönen Sonntag!
Michi
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Michi
Berater_in
QueerQuestions
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neutral Freddy25
User
am 16.2.2016,
um 10.05 Uhr
Hallo Michi,

ja, wenn es mir gut geht, dann sehe ich das sehr klar, dass wir eine gute, stabile Beziehung führen. Oder wenn ich objektiv draufschaue.
Nur wenn ich eh nicht so gut drauf bin, oder eben in Streitsituationen habe ich Angst, dass es anders sein könnte. Also eigentlich weiß ich das dann immer noch, aber habe Angst, dass ich mich täuschen könnte.

woher nimmst du die Zuversicht, auch wenn im Moment einige Dinge noch unklar sind?

Hm, das ist eine schwierige Frage. Ich glaube diese Zuversicht ist einfach da. Wir haben schon einiges zusammen durchgestanden und sind an Schwierigkeiten oft eher nur gewachsen. Diese Dinge die "noch nicht klar" sind, entstehen eher in mir. Ich mag es Dinge durchzuplanen und eben auch für alle Horrorszenarien einen Plan zu haben. Aber dafür muss ich eben erst nach Horrorszenarien suchen... Klingt bescheuert, ich weiß. Leider machen die mir dann Angst, wenn ich sie gefunden habe
Genau darin liegt vielleicht auch die Begründung für das "Was mache ich?" statt "Was machen wir?"
Diese Szenarien entstehen und sind ja vor allen Dingen nur in meinem Kopf. Meine Frau ist da eher... pragmatisch. "Warum machst du dir so einen Kopf um so unwahrscheinliche Dinge??"
Ich kann mir ihr nicht gut über solche "Was-wäre-wenn-Szenarien" sprechen. Wir sind da so unterschiedlich wie man nur sein kann. Ich möchte alles besprechen und Pläne für Eventualitäten machen und sie so gar nicht. Sie lässt sowas lieber auf sich zukommen. (Bei der Urlaubsplanung ist das genau andersrum übrigens )
In vielen Fällen ergänzen wir uns mit unseren Unterschieden und tun uns gut. In den Kinderwunschthema führt mein alleiniger Umweg in die Horrorszenarien auch, dass ich alleine da rausfinden muss... Da denke ich echt verquer. Aber dazu kommt vor allen Dingen auch, dass diese Themen eine leibliche Mutter eher weniger betreffen.
Und wenn du mich fragst: Natürlich würde meine Frau alles tun, damit das potentielle Kind und ich eine gute Bindung bekämen. Und wie ich sie kenne würde sie "mir das Kind auch nicht einfach wegnehmen" im Trennungsfall.
Klar gibt es da ein "Wir" aber in den Horrorszenarien nachtwandel ich allein - und irgendwie schafft mein Kopf es dann nicht meine Frau als Unterstützerin oder mir zugewandt vorzustellen. Obwohl das zweifelsohne so wäre! Wow, das ist mal verquer...

Liebe Grüße
Maja
Der Beitrag wurde von Freddy25 am 16.2.2016, um 10.05 Uhr bearbeitet.
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neutral Michi
Berater_in
am 18.2.2016,
um 15.24 Uhr
Hallo Maja,

das klingt für mich tatsächlich so als seist du dir normalerweise sehr sicher, dass eure Beziehung gut ist. Und dann gibt es Momente, wo du unsicher bist.

Du schreibst, es ist schwierig, mit deiner Frau über deine Unsicherheit und das „Was wäre wenn“ zu sprechen. Ihr scheint da gegensätzliche Herangehensweisen zu haben, von denen du aber sagst, dass sich das oft genug auch ergänzt. Ich frage mich nun, wie es kommt, dass das beim Thema Kinder so anders ist. Es könnte doch auch sein, dass ihr euch auch da gut ergänzt, also: wofür ist es gut, bei dem Thema „pragmatisch“ und vielleicht eher entspannt zu sein und wofür ist es gut, auch Eventualitäten zu bedenken und vorauszuplanen?

Und wie ist das beim Urlaub genau? Seid ihr da einer Meinung, dass Planen eine gute Sache ist oder ist es sogar so, dass du die Dinge mehr auf dich zukommen lässt als deine Frau?

Aus deiner Antwort habe ich nun rausgelesen, dass du das Gefühl hast, von deinem Umweg alleine wieder wegkommen zu müssen. Ich glaube, da kann ich noch nicht so ganz folgen… oder ich kann mir nicht gut vorstellen, dass es bei einem gemeinsamen Kinderwunsch Themen (Erwartungen, Befürchtungen, Ängste…) geben kann, die nicht letztlich doch beide Partner/innen betreffen. Du hast ja auch beschrieben, dass es sicherlich so wäre, dass deine Frau dich unterstützt und dir zugewandt wäre.

Ist es dann so, dass dein Kopf noch etwas braucht, um sich deine Frau auch tatsächlich so vorstellen zu können?

Viele Grüße
Michi
----
Michi
Berater_in
QueerQuestions
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vorheriges Themanächstes Thema Thema: Gedanken zur Familiengründung..., eröffnet am 6.2.2016, um 21.23 Uhr
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