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vorheriges Themanächstes Thema Thema: Gedanken zur Familiengründung..., eröffnet am 6.2.2016, um 21.23 Uhr
neutral Freddy25
User
am 22.2.2016,
um 13.34 Uhr
Hallo Michi,

bitte entschuldige, dass ich mich erst jetzt melde, aber es war irgendwie ziemlich stressig in den letzten Tagen.


Zitat aus der Nachricht von Michi : Du schreibst, es ist schwierig, mit deiner Frau über deine Unsicherheit und das „Was wäre wenn“ zu sprechen. Ihr scheint da gegensätzliche Herangehensweisen zu haben, von denen du aber sagst, dass sich das oft genug auch ergänzt. Ich frage mich nun, wie es kommt, dass das beim Thema Kinder so anders ist. Es könnte doch auch sein, dass ihr euch auch da gut ergänzt, also: wofür ist es gut, bei dem Thema „pragmatisch“ und vielleicht eher entspannt zu sein und wofür ist es gut, auch Eventualitäten zu bedenken und vorauszuplanen?

Hm grad bin ich mir gar nicht sicher, ob ich wirklich gerne mit ihr darüber sprechen würde. Aber ich glaube die Alternative, es nämlich mit mir auszumachen, ist nicht immer die beste.
Wir ergänzen uns da zwar manchmal, aber das Kinderthema ist nicht das einzige wo sich das ungüngstig bedingt.

Es wäre bestimmt gut an diese Kindersache insgesamt "pragmatischer" ran zu gehen. Oder optimistischer. Das fängt beim Thema "Klappt es überhaupt?" an - es setzt uns ja nur unter Druck immer abzuwägen, was íst wenn es nicht klappt.
Eventualitäten zu planen ist eigentlich überhaupt nicht nötig - zumindest nicht was uns angeht. Also wir müssen keinen B-Plan für ne Trennung machen oder für ne gestörte Bindung oder was weiß ich. Klar - es gibt sinnvolle Abwägungen bezüglich Spenderwahl etc aber darüber sind wir ja schon lange hinweg. Das haben wir auch gut gemeistert.
Ich glaube es sind eher meine (irrationalen) Sorgen und die Tatsache, dass meine Frau die nicht so sieht und ich manchmal ungerecht finde, dass es so wenig platz hat.


Zitat aus der Nachricht von Michi: Und wie ist das beim Urlaub genau? Seid ihr da einer Meinung, dass Planen eine gute Sache ist oder ist es sogar so, dass du die Dinge mehr auf dich zukommen lässt als deine Frau?

Den Urlaub plant immer meine Frau en Detail. Ich eher nicht. Aber ich glaube, dass das weniger am "entspannt sein können" als viel mehr an meiner Unstrukturiertheit in solchen Dingen liegt und dass ich damit schlichtweg überfordert bin.


Zitat aus der Nachricht von Michi: Aus deiner Antwort habe ich nun rausgelesen, dass du das Gefühl hast, von deinem Umweg alleine wieder wegkommen zu müssen. Ich glaube, da kann ich noch nicht so ganz folgen… oder ich kann mir nicht gut vorstellen, dass es bei einem gemeinsamen Kinderwunsch Themen (Erwartungen, Befürchtungen, Ängste…) geben kann, die nicht letztlich doch beide Partner/innen betreffen. Du hast ja auch beschrieben, dass es sicherlich so wäre, dass deine Frau dich unterstützt und dir zugewandt wäre.
Ist es dann so, dass dein Kopf noch etwas braucht, um sich deine Frau auch tatsächlich so vorstellen zu können?


Ich weiß nicht, wie ich dir das erklären soll. Vielleicht ist das auch schwierig rational zu erklären...
ICh glaube meine Sorgen sind da eben auch einfach nicht richtig rational. Ich bin mir gar nicht sicher, ob meine Frau da was ändern könnte. Ich müsste es vermutlich erleben und das will ich ja eigentlich auch nicht...

Leider gibt es auch andere Lebensbereiche in denen ich so ticke - wird mir grad bewusst. Hm...

LG
Maja
Der Beitrag wurde von Freddy25 am 22.2.2016, um 13.36 Uhr bearbeitet.
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neutral Michi
Berater_in
am 24.2.2016,
um 16.31 Uhr
Grüß dich Maja,

in deiner Antwort waren für mich ein paar neue Gedanken dabei : zum Beispiel, dass es gut wäre, das Kinderthema „insgesamt pragmatischer“ anzugehen. Ich gebe dir recht: es gibt sicherlich Themen, die zu überlegen noch gar nicht der richtige Zeitpunkt ist.

Du hast auch mehrfach geschrieben, dass deine Gedanken irrational sind oder das dein Kopf und dein Gefühl bei bestimmten Dingen nicht übereinstimmen. Abschließend schreibst du, dass es auch andere Lebensbereiche gibt, in denen dir dieser Eindruck begegnet.

Ich habe den Eindruck, von deinem ursprünglichen Thema und Wunsch (dich zu sortieren beim Thema Kinderwunsch und Familiengründung) sind wir damit ein Stück weggekommen. Wie siehst du das? In meinen Augen haben wir herausgefunden, dass es nicht um konkrete Fragen im Sinne von „Was soll ich tun?“ geht, sondern eher um grundsätzliche Fragen wie „Wie ticke ich eigentlich so?“ Deshalb überlege ich, ob es hilfreich sein könnte, dieses Thema in einer Beratungsstelle bei dir vor Ort zu besprechen. Was meinst du dazu?

Ich freu mich auf deine Antwort!

Viele Grüße
Michi
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Michi
Berater_in
QueerQuestions
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neutral Freddy25
User
am 4.3.2016,
um 11.33 Uhr
Hallo Michi,

ich habe lange über deine letzte Antwort nachgedacht. Dabei sind mir wirklich einige Themen aufgefallen in denen ich vielleicht ein bisschen ängstlicher oder besorgter bin als andere...
Und du hast recht - vielleicht kommen nochmal konkrete Fragen zum eigentlichen Thema, aber vielleicht ist das übergeordnete Thema eins, was ich vorher angehen sollte...

Bin noch ein bisschen unschlüssig, aber ich denke, dass ich mich mal umhöre, was es so gibt...

Insofern war das hierhilfreich - ich weiß jetzt immerhin, worum es nicht geht, oder nur zweitrangig geht.

Danke für deine Unterstützung.

Maja
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neutral Michi
Berater_in
am 6.3.2016,
um 14.01 Uhr
Hallo Maja,

danke für deine Einschätzung dazu. Es freut mich, wenn dich unser Austausch ein Stück weiter gebracht hat. Dann würde ich sagen, dass wir an dieser Stelle fürs Erste einen Punkt setzen, aber du darfst dich natürlich gerne wieder melden.

Ich wünsche dir und euch trotzdem schon mal alles Gute und viel Erfolg bei eurem Kinderwunsch!

Viele Grüße
Michi

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Michi
Berater_in
QueerQuestions
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