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Queer Questions  Foruminformationen

 Das Thema wurde von Karla am 9.3.2016, um 17.07 Uhr geschlossen.
Begründung: Beratung beendet
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neutral Karla
Berater_in
am 29.2.2016,
um 12.12 Uhr
Liebe Vea,

oh, ich hoffe, es geht dir mittlerweile wieder besser!

Ich kann dich da gut verstehen. Der Rat, den deine Freundin geben würde - entscheiden, welchen Gefühlen Platz gegeben wird und welchen nicht - mag für manche Menschen sehr einfach sein, aber mir geht es da definitiv eher so wie dir. Wenn für mich Gefühle da sind, kann ich mich nicht entscheiden, ihnen weniger Raum zu geben - sie sind da, und ich muss versuchen, mit ihnen umzugehen.

Ich bin gerade noch mal durch den bisherigen Verlauf der Beratung gegangen, und habe ein bisschen nachgedacht. Ich möchte dir mal spiegeln, wie ich die Situation gerade wahrnehme.
Mein Eindruck ist, dass wir uns darüber unterhalten haben, wie es wäre, wenn du deiner Freundin von deinen Gefühlen erzählen würdest - und dass deine Erwartung dazu ist, dass das zu einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit die Freundschaft zerstören würde, wenn sie die Gefühle nicht erwidert. Wir haben auch über die andere Möglichkeit gesprochen, dass du ihr nichts davon sagst, wie du fühlst. Da hast du erklärt, dass du daran kaputt gehen würdest, aber ihr wenigstens noch Freunde bleibt.
Für mich fühlt es sich so an, als würdest du bei der Betrachtung aller Möglichkeiten sehr resigniert werden, und keinen Ausweg sehen, der dich glücklich machen kann. Die einzige Ausnahme wäre, dass du wüsstest, dass deine Freundin die Gefühle erwidert, und du dann, nachdem du diese Sicherheit hast, mit ihr über deine Gefühle sprechen würdest.
Du versuchst, eine Entscheidung zu treffen, aber diese Entscheidung hängt stark davon ab, wie die Realität aussieht - und Gewissheit über diese Realität wiederum würdest du nur bekommen, wenn du die Entscheidung mit ihr zu reden schon getroffen hättest. Du wirkst auf mich frustriert und resigniert mit deinen Möglichkeiten, was für mich sehr verständlich ist, da mir deine Situation wie eine Zwickmühle vorkommt: Deine Entscheidung zu einem Gespräch würde dir die Klarheit bringen, die du eigentlich möchtest, um diese Entscheidung überhaupt treffen zu können.
Wie geht es dir mit dieser Beschreibung deiner Situation? Findest du, dass das auf dich zutrifft? Es ist mir sehr wichtig, dass du mir rückmeldest ob du dich hier verstanden fühlst oder nicht, und mir auch sehr gerne offen sagst, wenn du etwas anders wahrnimmst.

Ich finde dein Argument gegen eine Positiv-Negativ-Liste sehr einleuchtend. Ich glaube, diese großen Punkte, die andere "aushebeln" würden, haben wir auch besprochen, und ich kann verstehen, dass diese wichtiger als andere wären.
Für mich stand hinter der Frage ein bisschen der Gedanke an die Ausgänge eines Gesprächs oder eines Nicht-Gesprächs, die wir noch nicht beleuchtet haben. Aber ich glaube, neben der Thematik die ich oben angesprochen habe, wäre das gerade etwas viel. Vielleicht schauen wir uns das später noch mal an, wenn es besser passt.

Liebe Grüße,
Karla
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Karla
Berater_in
QueerQuestions

Am Ende ist alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.
Der Beitrag wurde von Karla am 29.2.2016, um 12.13 Uhr bearbeitet.
neutral Vea
User
am 7.3.2016,
um 19.22 Uhr
Hallo Karla,

ja, das hast du schon treffend zusammengefasst. Wenn ich das so lese, merke ich, dass es eine unlösbare Situation ist. Ich kann und will das Risiko nicht eingehen, sie zu verlieren. Also lasse ich es wohl erst mal so, wie es ist. Ich glaube, in dieser Zwickmühle kannst du mir wohl auch keinen anderen Rat geben, als mich für einen Weg zu entscheiden, und entweder das Risiko einzugehen, oder nichts zu sagen und weiter zu leiden. Es ist einfach unlösbar.
Danke jedenfalls für deine Bemühungen.

LG Vea
neutral Karla
Berater_in
am 9.3.2016,
um 17.07 Uhr
Liebe Vea,

ich teile deine Einschätzung, dass es an dir liegt, ob sich etwas an deiner Situation ändert oder nicht. Wenn du im Moment die Entscheidung triffst, nichts an der Situation verändern zu wollen, weil dir das Risiko zu groß ist, dann ist das völlig legitim.
Möchtest du zu einem späteren Zeitpunkt weitere Unterstützung von mir oder Kollegen, darfst du dich natürlich auch melden. Diese Beratung hier werde ich schließen, bei Bedarf könntest du ein neues Thema erstellen.
Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du einen Weg findest, mit dem es dir gut geht. Du bist in keiner einfachen Situation und ich hoffe wirklich für dich, dass es besser wird.

Liebe Grüße,
Karla
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Karla
Berater_in
QueerQuestions

Am Ende ist alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.
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