Wer bin ich?

Queer Questions  Foruminformationen

Druckansicht in neuem Fenster öffnen   springe an den AnfangweiterSeite  neu laden von 1weiterspringe zum Ende
vorheriges Themanächstes Thema Thema: Lehrerin verliebt, eröffnet am 2.12.2016, um 18.57 Uhr
neutral Johanna
User
am 2.12.2016,
um 18.57 Uhr
Ich mach eine Ausbildung, bin im 2. Lehrjahr und habe mich am ersten Tag in meine berufschullehrerin verliebt, die sogar einiges älter ist als ich. Damit hatte ich im ersten Lehrjahr so einige Probleme mit. Mein verstand kam nicht damit klar. Dadurch hab ich Sie bei jeder Anspielung wo sie gemacht hat, abgewiesen. Trotzdem hatte ich diese starken gefühle, aber sobald sie erwidert worden sind ( nur körpersprachlich) hab ich sie abgewiesen und prupt abgebrochen. Doch mittlerweile stört mich das Alter nicht. Jetzt hab ich sie jedoch nur eine Stunde in der Woche. Ich fühle das bei Ihr auch etwas ist. Aber es nicht ausspricht, genauso wie ich. Es darf ja nicht sein und würde sehr kompliziert werden. Außerdem spielt bei mir der scham eine große Rolle. Ich komme einfach nicht drüber hinweg und es ansprechen trau ich mich nicht. Was wenn ich mir net vertrauen kann und durch meine Verliebtheit alles einbilde? Dann spreche ich sie an und würde den rest der Ausbildung angespannt sein und bräuchte ihr gar nicht mehr unter die Augen treten. Es ist auch viel weniger geworden, im gegensatz im ersten Lehrjahr. Obwohl sie mit mir letzte zwei wochen ein unverbindliches Gespräch gesucht hat. Aber ich kann einfach nicht bei ihr dazu stehen. Aber Sie steht genauso wenig dazu. Aber ich kann es verstehen, da sie in der gleichen Situation ist, nur umgekehrt. Wie kann ich es beenden, es macht mich psychisch kaputt. Wie komme ich drüber hinweg. Jeden Montag, wenn ich Schule habe wühlt mich das auf. Und immer so tun als wär nix. Und gegen meine Gefühle zu kämpfen, weil ich es für verboten halte. Will sie nicht belästigen, falls ich mir das einbilde. Hab voll das schlechte gewissen, weil sie immer so lieb zu mir ist. Und ich im kopf so Fantasien hege. Ich fühle mich als wär ich krank vor liebe. Will sie ja nicht belästigen, aber weis nicht wie ich es abschalten soll. Ich denke wenn sie wüsste, von meinen Fantasien, würde sie nicht die Gespräche suchen und deshalb hab ich so ein schlechtes gewissen...
Johanna
Der Beitrag wurde von Johanna am 2.12.2016, um 18.58 Uhr bearbeitet.
Auf diesen Beitrag antworten Aus dieser Nachricht in meiner Antwort zitieren
neutral Karla
Berater_in
am 3.12.2016,
um 10.50 Uhr
Liebe Johanna,

herzlich Willkommen bei Queer-Questions und vielen Dank für dein Vertrauen und den Mut, dich uns gegenüber zu öffnen!
Ich bin Karla und berate hier. Ich werde deine Beratung übernehmen und dir dann alle 1-3 Tage antworten. Wenn du Fragen hast oder etwas loswerden möchtest, sprich das ruhig jederzeit an.

Ich fasse mal kurz zusammen was du geschrieben hast, um dir zu zeigen, was bei mir angekommen ist, ja?
Du bist in eine Lehrerin an deiner Berufsschule verliebt. Du hast das Gefühl, dass sie die Gefühle erwidert. Du weißt, dass eine Beziehung zwischen Schülern und Lehrern verboten ist und hattest, als dir deine Gefühle erst klar geworden sind, auch Probleme damit, dir selbst gegenüber dazu zu stehen. Du spielst einerseits mit dem Gedanken, deiner Lehrerin von den Gefühlen zu erzählen, möchtest andererseits aber auch einfach darüber hinweg kommen. Und du hast ein schlechtes Gewissen wegen den Gefühlen und Fantasien die du hast.
Du darfst mich gerne berichtigen, wenn bei mir etwas falsch angekommen ist!

Ich habe zu Beginn erst mal eine Frage an dich: Was erwartest du dir von der Beratung? Ich kann mir ganz viele verschiedene Ziele vorstellen, die du erreichen wollen könntest, und würde deshalb gern hören, was du denn tatsächlich erreichen willst. Worauf willst du hinarbeiten, und wie kann ich dir behilfreich dabei sein, diesem Ziel näher zu kommen?

Ich freue mich auf deine Antwort!

Liebe Grüße,
Karla
----
Karla
Berater_in
QueerQuestions

"Würdest du mir bitte sagen, wie ich von hier weitergehen soll?"
"Das hängt davon ab, wohin du willst", erwiderte die Katze.

- Lewis Caroll, "Alice im Wunderland"
Der Beitrag wurde von Karla am 3.12.2016, um 10.51 Uhr bearbeitet.
Auf diesen Beitrag antworten Aus dieser Nachricht in meiner Antwort zitieren
neutral Johanna
User
am 3.12.2016,
um 13.52 Uhr
Hallo Karla,

vielen Dank für deine schnelle Antwort.
Du hast es richtig verstanden.

Über meine Erwartungen hab ich mir noch keine Gedanken gemacht. Vielleicht lasse ich nich einfach überraschen. Vielleicht einen Ansprechpartner. Und hilfe wie ich damit umgehen kann.

Mein Ziel ist ist zwiespältig.

Einmal dazu zu stehen. Ich lasse es nicht nah an mich ran, zum Beispiel bei einem Gespräch ich tue so als wäre nix, als würde ich eine Mauer aufbauen. Evtl ist es gut, da ich keinen bedränge, aber wenn jedoch mehr ist, mach ich es kaputt.. Freude dabei zu empfinden verbiete ich mir in dem moment. Ich baue eine grenze auf, obwohl ich es nicht so will. Der Kopf hällt das nich für möglich das etwas näheres entstehen kann. Es ist ja so, das etwas verbotenenes ist. Außerdem ist der Scham zu groß. Wie kann ich den scham besiegen? Das Ziel ist auch die Realität zu erfahren. So wie es ist mich macht mich das kaputt weil ich nicht weis was ich glauben soll. Ob ich mir das alles interpretiere. Wie kreig ich das raus?
Mein weiteres Ziel ist damit abzuschließen und das es nicht in schwebe ist, das ich keine Hoffnungen mehr habe und endlich nicht mehr daran denke. Ich versuch schon 1,5 jahre darüber hinwegzukommen, weil ich darin kein sinn sehe, wie es zurzeit ist. Wie schaffe ich das? Aber dann kommen so momente wo ich wieder hoffnungen habe. Ich bin 25 und fühle mich wie ein Teenager der eine illusion hinterherläuft. Ich weis es nicht ob es Realität oder Einbildung ist. Es ist einfach unklarheit vorhanden und die macht mich fertig.


Johanna
Auf diesen Beitrag antworten Aus dieser Nachricht in meiner Antwort zitieren
neutral Karla
Berater_in
am 5.12.2016,
um 17.18 Uhr
Liebe Johanna,

danke für deine Antwort!

Bei dir scheinen sehr viele verschiedene Gedanken im Kopf umherzuschwirren. Ich kann mir gut vorstellen, dass das für dich eine Belastung ist.
Du hast auch viele Ziele genannt, also viele Bereiche, in denen du etwas verändern möchtest. Ich werde die mal aufzählen um eine Struktur rein zu bringen, ja?
Du willst:
- dazu stehen
- den Scham besiegen
- herausfinden, was die Realität ist (also, ob deine Lehrerin auch Gefühle für dich hat oder nicht?)
- mit den Gefühlen, die du hast, abschließen.
Hmm, bei manchen dieser Ziele kann ich mir noch nicht so genau vorstellen, was sie für dich persönlich bedeuten.
Du sagst, du möchtest "dazu stehen". An wen denkst du dabei? Wem gegenüber möchtest du offen sein? Und: Was genau möchtest du diesen Personen offenbaren?
Und du würdest gerne die Scham besiegen. Möchtest du dazu noch mehr erklären? Was genau ist dir peinlich an der Situation, in der du dich befindest?

Was den weiteren Verlauf der Beratung betrifft hätte ich einen Vorschlag dazu, was wir hier machen könnten. Sich mit so vielen Dingen gleichzeitig zu beschäftigen kann ich mir nämlich sehr überwältigend vorstellen. Deshalb wäre meine Idee, dass du dir vielleicht einen Bereich aussuchst, der dir gerade sehr wichtig ist, und dass wir uns erst mal dem widmen - und dann weiter schauen, wenn du dich bereit für mehr fühlst. Passt dieses Vorgehen zu dir?

Liebe Grüße,
Karla
----
Karla
Berater_in
QueerQuestions

"Würdest du mir bitte sagen, wie ich von hier weitergehen soll?"
"Das hängt davon ab, wohin du willst", erwiderte die Katze.

- Lewis Caroll, "Alice im Wunderland"
Auf diesen Beitrag antworten Aus dieser Nachricht in meiner Antwort zitieren
vorheriges Themanächstes Thema Thema: Lehrerin verliebt, eröffnet am 2.12.2016, um 18.57 Uhr
Druckansicht in neuem Fenster öffnen   springe an den AnfangweiterSeite  neu laden von 1weiterspringe zum Ende